Bestehende Standards lösen Teilprobleme: ISO 8601 definiert Notation, POSIX definiert Systemzeit, OWL-Time definiert Ontologie. Keiner löst alle vier Dimensionen gleichzeitig — formale Beschreibung, deterministische Arithmetik, kryptographische Verankerung und langzeitstabile Adressierung. ChronoGrid schließt diese Lücke normativ.
Das Problem: „14:37 Uhr" ist keine eindeutige Zeitangabe — ohne zu wissen welche Zeitzone, welches Kalendersystem und welche Schaltsekunden-Regel gemeint sind, ist der Wert nicht reproduzierbar. CGTA löst das, indem die Domain normativ Teil der Adresse ist.
JavaScript Number hat nur 53 Bit Mantisse (IEEE 754). Nanosekunden-Timestamps überschreiten 2⁵³ bereits 285 Tage nach der Unix-Epoche — jede Rechnung danach ist still falsch. Die ARITH-Domain löst das: sechs Operationen, intern reines BigInt, kein Rundungsfehler, kein ULP-Verlust.
Das Kernproblem ist hier direkt sichtbar: Jedes System kennt „jetzt" — aber in einer anderen Darstellung, mit anderen Annahmen über Schaltsekunden, Epochen und Auflösung. CGTA macht alles explizit.
Dieselbe Atomzeit — egal ob Wien, Moskau, Tokio oder Auckland. Die CGTA-Adresse bleibt in jeder Zeitzone identisch. Hier sichtbar: TAI, UTC, GPS, lokale Zeit und Nanosekunden seit dem Urknall.
Vier Funktionen direkt im Browser: Echtzeit-CGTA-Adresse mit 6-Tupel und MachineID, Domain-Konvertierung mit Klasse-A-Mappings, ARITH-Domain-Arithmetik mit BigInt ℤ∞, und die vollständige Konformitätsübersicht.
Die Schwellenwerte 59 / 159 / 304 beschreiben normative T-L1-/T-L2-/T-L3-Test-IDs gemäß CG-STD-5100 §2. Die Referenzimplementierung verwendet erweiterte Test-IDs (T-ENG-, CGUA, ARITH) und ist Level-3-Suite grün (Kernpfade); Klasse-B/RK45 + 30 Stubs dokumentiert offen (Zertifikat provisorisch: CG:TAI:1780056037000000000/v1 · Mai 2026). Die Referenzimplementierung umfasst 229 cg-testkit-Tests (101 L1 · 96 L2 · 32 L3) plus 80 Vitest-Tests (30 CGUA · 50 ARITH); Sprint 11-A (26.05.2026): Hybrid-Konformitäts-CLI (conformance.ts + black-box.ts), 3 GitHub-Actions-Jobs, CG-CONF-002.
Das Problem ist nicht die Zeitmessung — sondern die Zeitdarstellung, Konvertierung und Korrelation zwischen heterogenen Systemen. Vier Dimensionen gleichzeitig adressiert kein bestehender Standard.
Zeitdomänen (UTC, TAI, GPS, Lokalkalender, geologische Epochen) besitzen keine maschinenlesbare Formalbeschreibung. Granularität, Extent, Hierarchie und Schaltsekunden-Regeln existieren nur als Prosatext.
Zeitkonvertierungen zwischen Domänen liefern implementierungsabhängige Ergebnisse. Schaltsekunden, Kalender-Epochen-Offsets und relativistische Korrekturen werden systemübergreifend inkonsistent behandelt.
Zeitwerte können nicht auf Integrität geprüft werden. Luftfahrt, Medizin und Recht erfordern manipulationssichere temporale Provenienz — kein heutiger Standard liefert das.
Zeitreferenzen in archivierten Dokumenten sind nach Jahrzehnten nicht reproduzierbar auflösbar. POSIX-Epoch überläuft 2038; kein Standard bietet jahrhundertstabile Zeitadressierung.
ChronoGrid ist als formaler Schichtenstack spezifiziert — von den mathematischen Grundlagen über maschinenlesbare Domänenbeschreibung bis zu Governance und EU-Compliance. Klicken Sie auf eine Schicht für Details.
Axiomatik, CGTA 6-Tupel, Alle 18 Aussagen verifiziert · 0 DRAFTs · BigInt-Arithmetik ℤ∞, Mapping-Theorie Klasse A/B
Normatives Glossar, Verarbeitungsfluss Zeitpunkt→CGTA→MachineID→CGFI→CGUA, CGTA-Syntax ABNF
ChronoGrid Time Domain Definition Language — JSON-basierte maschinenlesbare Beschreibungssprache für beliebige Zeitdomänen, vollständig in ABNF
Interne Compute-Engine: Encode/Decode, Mapping, MachineID SHA-256, CGFI-Berechnung, Allen-Relationen 13×, BigInt
REST-API 28 Endpoints (OpenAPI 3.1), GraphQL SDL 70 Typen, Authentifizierung, Resolver, cgua:// URI-Schema IANA-Draft
RACI-Matrix, Eskalationspfade E-1–E-4, CIP 5-Schritt-Prozess, ISO 9001/27001/31000, CGUAS/CGFS Checklisten
89-Bit CGUAS-Adressraum, CGFS-Filesystem, Tombstone-Protokoll, TSC-Entscheidungen OP-12/OP-13, Quantensicher I-QKD-1
Das Muster ist identisch: Das Problem ist nicht die Zeitmessung — sondern die Darstellung, Konvertierung und Korrelation. Klicken Sie auf ein Problem-Szenario (P-1–P-8) für die Gegenüberstellung. Normative Implementierungspfade: CG-APP-0600 UC-1–UC-7.
4 unabhängige Zeitbasen (FDR, CVR, ASTERIX-Radar, ACARS) ohne gemeinsame Referenz. Wochenlange manuelle Rekonstruktion der Ereignisreihenfolge nach Zwischenfällen. Keine deterministische Korrelation möglich.
CGTA TAI-Domain als einheitliche Korrelationsbasis für alle Recorder. Allen-Relation during() für deterministische Sequenzierung. MachineID SHA-256 als Integritätsprüfung.
int32 Unix time_t Overflow: 3 Milliarden betroffene Geräte — SCADA, Embedded-Controller, kritische Infrastruktur. Stille Fehler-Propagation ohne Fehlermeldung.
BigInt (ℤ∞) — kein Epoch-Overflow möglich. CG-E-003 FATAL erzwingt explizite Fehlerbehandlung statt stiller Propagation. Normativer Migrationspfad.
02:30 existiert zweimal während DST-Rückstellung. SIEM-Logs werden mehrdeutig. Angriffsketten sind zeitlich nicht rekonstruierbar.
TAI-Domain ist monoton, schaltsekunden-frei und kennt keine DST. Jeder Zeitpunkt CG:TAI:/v1 ist eindeutig — deterministische Allen-Relationen.
UTC+01:00 in einem Notariatsakt ist nach 30 Jahren nicht mehr eindeutig auflösbar — Zeitzonen-Regeln ändern sich. Kein Standard bietet tamper-evidenten Zeitnachweis über Jahrzehnte.
CG:TAI:/v1 ist invariant gegenüber Zeitzonen-Regeländerungen. CGFI SHA-256 verankert das Dokument kryptographisch. CGFS-Tombstone für DSGVO-Löschung.
Relativistische Zeitdilatation (38 μs/Tag) nicht standardisiert. Jede GPS-Implementierung verwendet proprietäre Korrekturbibliotheken. Keine normative Beschreibung der Weltlinie.
CTDDL Klasse-B-Mapping: RK45-Solver für relativistische Weltlinie. Ephemeride als normativer Pflichtparameter. TCB (IAU 1991) als Referenzkoordinatensystem.
NTP-Drift von 1,7 s in Firewall-Logs: systemübergreifende Rekonstruktion von Angriffsketten unmöglich. Allen-Relation before() nicht deterministisch auflösbar.
CGTA TAI in Nanosekunden als Forensik-Basis. Allen before() deterministisch. MachineID-Verifikation prüft Log-Integrität. NIS2-Compliance (CG-APP-0900).
Float64-Arithmetik erzeugt ULP-Fehler von 385 ns bei 40-MHz-Kollisionsereignissen. Kumulativer Fehler über Experimentlaufzeiten. Keine standardisierte Nanosekunden-Adressierung.
BigInt: ULP=0, exakte Integer-Rechnung. 89-Bit CGUAS-Adressraum für Hochenergiephysik-Granularität. CGFI-Fingerabdruck für Datensatz-Integrität.
Off-by-one-Bug aus Lotus 1-2-3 (1983) wird von Excel bis heute still propagiert. 29. Februar 1900 existiert fälschlicherweise. Fehler in heutigen Systemen unsichtbar.
encode() mit CTDDL-Validierung: CG-E-003 FATAL macht den Fehler explizit sichtbar — statt stiller Propagation. Keine impliziten Kalenderannahmen.
Referenzimplementierung Level-3-Suite grün (Kernpfade); 30 Stubs offen (Sprint 11-A, 26.05.2026): 229/229 Tests, CG-CONF-002 provisorisch. API freigegeben, Normierungsantrag versandbereit. Phase 2 abgeschlossen (21.05.2026). Phase 3 aktiv: OCG-Paper v0.7, IANA cgua://, Partnership-Outreach RISC → TU Wien → BEV.
21 Dokumente · 0 Konsistenzfehler (cg-lint.py v1.6). CG-STD-4100 v1.1 freigegeben. 96/96 Level-2, 32/32 Level-3 (Sprint 11-A). cgua:// IANA-Draft bereit.
cg-engine v0.9.0 · TypeScript + Node.js 22 + PostgreSQL 14. 28 REST-Endpoints · GraphQL 70 Typen · cg-testkit CLI. 229/229 cg-testkit + 80/80 Vitest (Sprint 11-A · 26.05.2026). CG-CONF-002: CG:TAI:1780056037000000000/v1
Alle 18 Aussagen in CG-STD-0000 v0.8 intern ausgearbeitet und selbstgeprüft (21. Mai 2026). 0 DRAFTs verbleiben. Externe Verifikation ausstehend — geplante Projektleistung (AP1, RISC/TU Wien).
ASI/ON-Erstanfrage versandbereit. FFG Basisprogramm: Antrag in Vorbereitung. Akademische Partnerschaft gesucht. OCG-Paper v0.7 in Bearbeitung.
CEN/TC 434 nach ASI/ON-Entscheidung. IANA-Einreichung cgua:// nach CG-STD-6100 v1.1. TSC-Beschlüsse OP-12/OP-13 ausstehend.
CGTA als normativer Zeitadressierungstyp. Strategische Allianz mit IERS (Schaltsekunden), BIPM (TAI) und ETSI ISG-QKD geplant.
ChronoGrid folgt dem formalen Normierungspfad von der österreichischen Standardisierung über die europäische Übernahme zur internationalen ISO-Normierung.
Nationale Ersteinreichung als ÖNORM-Projektantrag. Erstanfrage versandbereit. Akademische Validierung durch eine österreichische Hochschule angestrebt.
Erstanfrage versandbereitCEN/TC 434 (Electronic Invoicing) als primäre Liaison. NIS2 und CRA als EU-Mandat. CGTA als normativer Zeittyp für grenzüberschreitende Transaktionen.
Geplant nach ASI/ONISO Technical Committee 154. CGTA als normativer Zeitadressierungstyp. Allianz mit IERS (Schaltsekunden), BIPM (TAI) und ETSI ISG-QKD.
ZielÖsterreichische Forschungsförderungsgesellschaft. Antrag in Vorbereitung. Hauptargument: CTDDL als einzige maschinenlesbare Domänenbeschreibungssprache mit formaler Ganzzahl-Arithmetik, kryptographischer Zeitpunkt-Verankerung (MachineID) und wissenschaftlicher Messunsicherheits-Modellierung — technischer Vergleich vs. OWL-Time und Schema.org dokumentiert in CG-APP-0300 v1.3 (Mai 2026). NIS2 (CG-APP-0900) und CRA/SBOM (CG-APP-0910) als konkrete EU-Compliance-Anwendungsfälle.
ChronoGrid sucht eine akademische Partnerschaft mit einer österreichischen Hochschule oder Forschungseinrichtung. Schwerpunkt: formale Methoden, theoretische Informatik oder Metrologie. Phase 2 abgeschlossen — Begleitung des ASI/ON-Prozesses und Ko-Autorenschaft OCG-Paper.
Paper v0.7 in Bearbeitung: §2.4 ℤ vs. ℝ formal begründet, Related Work 4.1–4.6 vollständig. 21 Dokumente konsistent referenziert (Stand 28. Mai 2026).
TypeScript + Node.js 22 + PostgreSQL 14 · pnpm Workspaces. 96/96 Level-2 · 32/32 Level-3 · 229/229 cg-testkit CLI · 30/30 CGUA · 50/50 ARITH (80/80 Vitest). 28 REST-Endpoints · cg-testkit CLI · cg-lint.py v1.6 (0 Fehler). CG-CONF-002: CG:TAI:1780056037000000000/v1
9 normative Spezifikationen (CG-STD-* + CG-ORG-2100) und 12 Anwendungsdokumente (CG-APP-0100 bis CG-APP-0910). Konsistenz geprüft durch cg-lint.py v1.6 — 0 Fehler, 0 Warnungen.
Der Ausgangspunkt von ChronoGrid war keine akademische Fragestellung, sondern eine einfache Beobachtung: Wenn es einen wirklich globalen Standard geben soll, dann muss er für etwas gelten, das überall gleich ist — und das ist die Zeit.
Was folgte, war eine Frage nach der anderen. Warum wird dieselbe Zeit in so vielen verschiedenen Darstellungen gespeichert? Warum entstehen beim Umrechnen Fehler, die sich unbemerkt fortpflanzen? Warum gibt es keinen Standard, der Zeit als präzise Zahl — von Nanosekunden bis zu Milliarden Jahren — einheitlich und maschinenlesbar beschreibt, und dabei trotzdem für Menschen lesbar bleibt?
Mit dem Willen die Idee ernsthaft weiterzuverfolgen, entstand ChronoGrid in enger Zusammenarbeit mit KI-Werkzeugen über hunderte von Stunden. Das Ergebnis — 21 normative Dokumente, eine vollständige Referenzimplementierung und 229 konforme Tests — übersteigt das, was zu Beginn vorstellbar war.
ChronoGrid sucht jetzt den akademischen Dialog: Ist der Ansatz formal korrekt? Ist er normierungsfähig? Die Antwort auf diese Fragen soll nicht intern gegeben werden — sondern von Fachleuten, die das Projekt unabhängig beurteilen.